Donnerstag, 17. Juli 2014

...Sommer, so richtig

Schon Wetterbericht gehört?
Es wird heiß. Richtig heiß. Der Sommer ist da und wird wahrscheinlich auch etwas bleiben. So mit 36°C und mehr. Puhhhh...
Ich bin ja ein Kind des Sommers, aber diese Hitze. Da bin ich zu nicht viel fähig. Erst recht nicht in meinem Kochloch.

Ne großartige Mahlzeit brauchts da (tagsüber) nicht. Eher was kleines frisches. Ne Handvoll Erdbeeren, oder Kirschen. Oder ein Stück Salatgurke. Oder Melone...und das Ganze am liebsten richtig gekühlt.  Oder irgendwas, was mich erfrischt. Was meinen hitzigen Körper, Geist, Verstand mich runterkühlt.

Wohin man schaut, gibts kalte Suppen. Gazpacho und Verwandte.
Ist leider nicht so mein Fall. Ich mag ja keine Tomaten. Rohen Paprika verträgt mein Magen nicht. Und zu viel Salatgurke stößt mich immer auf. Jajaja...irgendwas ist immer.

Ich habs jetzt mal mit nem Joghurt-Drink probiert:
300gr. Joghurt mit einer großen Hand Kräutern (viel Minze, etwas Basilikum und Zitronenthymian) püriert. Alles durch ein Sieb gegeben und mit Salz, Zitronensaft- und -zeste, sowie etwas Olivenöl abschmecken. Schön durchgekühlt. Dazu ein Stück ebenfalls gekühlte Wassermelone.



kühle Erfrischung durch Joghurt-Drink im Glas mit gekühlter Melone

Ein prima Zwischengericht, geeignet fürs zweite Frühstück.
Wichtig ist, dass alles richtig kalt ist!

Ich hab dafür meine doppelwandigen Gläser in den Tiefkühler gepackt. Das hat super funktioniert.

*


Gern hätte ich das bei Simones Event eingereicht...aber ich habs mal wieder verpennt. Das Event ist schon vorbei.
Erfrischt aber trotzdem!!!!!!!!
 



*Affiliate-Link




















Samstag, 12. Juli 2014

...ausgerechnet Kartoffelsalat!

Hör ich meine Mama schon HändeüberdemKopfzusammenschlagend rufen. Du und Kartoffelsalat.
Ja, Mama!
Julia von German Abendbrot will nunmal Kartoffelsalat!

Blogevent – Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen


Regionale Rezepte, Familienrezepte...
Und ich hör dich schon sagen: das wird doch nix.

Und ehrlich? Du hast recht! Der Klassiker, den es bei uns immer am Heiligen Abend gibt, er liegt mir nicht. Mit Fleischsalat, Mayo, saurer Gurke und Zwiebel...ich kann ihn nicht, weil ich ihn nicht können will. Nicht weil ich ihn nicht mag, sondern weil damit Kindheitserinnerungen verknüpft sind. Ich experimentiere viel zu gern in meiner Küche und dann ist es eben nicht mehr der Geschmack der Kindheit. Dann eben lieber ganz anders.


Vielleicht was sommerliches? Ist aber nicht regional. Kein Familienrezept. Ist eben einfach dass, auf was ich grad Lust hab. So richtig frisch und knackig. Ich hoffe, es geht in Ordnung, Julia?

Eben Bratkartoffelsalat. Idee im Kopf, Geschmack schon gedanklich auf der Zunge.

Ich bin Kartoffelfan. Am liebsten Pellkartoffeln! Und wenn es die bei uns gibt, dann koch ich immer so viel, dass ich am nächsten Tag noch irgendwas zaubern kann. Genau aus dem Grund waren auch noch 4 Stück im Kühlschrank.
Zwiebeln sind immer vorrätig und ein Glas Gurken (Spreewälder!!!!) auch.

Also los, eine Zwiebel fein würfeln. Zwei der Gurken aus dem Glas ebenfalls.
Von den Radieschen aus dem Kühlschrank schneid ich auch noch eine Handvoll in feine Streifen. Das alles kommt in eine Schüssel. Dazu Kräuter...Blattpetersilie (nur gezupft). Und Schnittlauch, in Röllchen geschnitten. In meinem Fensterkasten-Garten gibts Sauerampfer und Ysop, davon hab ich eine Handvoll feingeschnitten. Und wenn die Radieschen schön frisch sind, machen sich ein paar der Blätter, in feinen Streifen, sicher auch sehr gut dazu.


Die Kartoffeln, in Scheiben geschnitten, durften in einer Pfanne schön langsam schön kross gebraten (du kannst auch frische Kartoffeln nehmen).
Das braucht seine Zeit! Rühr bloß nicht dauernd in der Pfanne rum!!!!



Nebenher hatte ich genügend Zeit, um das Dressing zusammenzubasteln.
Weißwein-Essig, Öl, Senf, Zucker, Salz...mehr ist es nicht.
 
Nachdem die Kartoffeln genügend Zeit zum krosswerden hatten, wird alles zusammengefügt: die Kartoffeln zu Gurke, Radieschen und Kräutern in die Schüssel und alles wurde mit dem Dressing vermischt.


Dazu für jeden ein pochiertes Ei.

Und weil das Ganze so richtig gut geschmeckt hat, gibts auch kein Tellerfoto.
Dafür dürft ihr meinen Kräutergarten bewundern:











Mittwoch, 25. Juni 2014

...wir basteln uns Portugal...

...komischer Postname, oder?

Wie ihr euch sicher denken könnt, hat es irgendwie irgendwas mit der Fußball-WM zu tun.
Peter hat zum Event aufgerufen. Für jedes Teilnehmerland hat er ein oder zwei Blogger gesucht, die landestypische Gerichte präsentieren wollen.

Blogevent zur Fußball-WM 2014 - Wir kochen uns um die Welt


Zuerst hab ich so gedacht: och, nix für mich. Ich und Fußball. Und dann noch landestypische Gerichte...

Aber Peter ließ nicht locker. Also hab ich zugesagt.
Allerdings ziemlich spät und so war Russland schon mal vergeben. Da hätte ich mit Soljanka und Borschtsch sicher punkten können. Und Japan war auch schon weg (erinnert ihr euch an mein, wie ich finde, legendäres Sushi-Gedicht?)

Ich hab mich dann für Portugal entschieden. POR.TU.GAL
ICH! Portugal!!!
Ich war noch nie in Portugal. Und mit der dortigen Küche kenn ich mich so überhaupt nicht aus.
Das wenige, was ich weiß, beschränkt sich auf Portwein und Bacalao.

Da ich Peter aber nun mal die Teilnahme an seinem Event zugesagt hatte, hab ich mal so rumgegoogelt. Was sind typische Gerichte, was typische Lebensmittel.

Viel Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch. Aber auch so einfache Sachen wie Eintöpfe.

Eintopf! 
Da das momentane Wetter wenig sommerlich ist, die Temperaturen nicht unbedingt an Public viewing im Freien denken lassen und auch der heutige Hagel hier vor Ort eher an den Winter erinnerten, war mir nach so einer richtig wärmenden Suppe. Mit Bohnen, Kartoffeln, Paprika, Chorizo (eigentlich eher spanisch, aber die Portugiesen haben auch eine ähnliche Wurst), Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer...
Alle Zutaten dafür waren im Haus und so hab ich mir das Gericht nach meinen Vorstellungen zusammengebastelt.

Ich hatte ein paar kleine rohe Chorizos im Kühli. Jene rohe, die man auch gut grillen kann. Davon hab ich eine enthäutet und in Würfel geschnitten in einem Topf sanft in Olivenöl ausgelassen. Dazu hab ich gewürfelte Zwiebel, enthäutete Paprika in Würfeln und etwas Knoblauch gegeben und alles weiter schön angeschwitzt. Dazu kamen noch Würfel von 4 kleinen Kartoffeln. Nachdem alles angeschwitzt war hab ich einen großen Esslöffel Tomatenmark zugegeben und mit 50ml weißem Port abgelöscht. Jetzt nur noch Fleischbrühe, ein Sträußchen aus Rosmarin, Lorbeer und Thymian dazu  und alles sanft köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.Wer gut vorgeplant hat, hat Bohnen über Nacht eingeweicht und von Anfang an mitgekocht. Da ich allerdings eher ein Spontankocher bin, wanderte der Inhalt einer Dose Bohnen, abgespült, in den Eintopf.

Nebenan wurde eine Pfanne heiß, in der ich eine weitere von den rohen Chorizos, enthäutet und in Scheiben, sanft ausgebraten hab.
Alles zusammen anrichten. Eventuell nachsalzen (was aber nicht unbedingt nötig ist, da die Wurst sehr würzig ist).
Was das Gericht auf dem Teller nach vorn gebracht hat, war ordentlich Olivenöl und ein paar Spritzer Zitronensaft!
Ich hätte mich reinlegen können!



Und jetzt schauen wir mal, wie weit WIR bei der WM kommen.
Ich find das Ganze ja ziemlich spannend....

Ich und Fußball...